DienstagsWanderer. Sommer, Hitze, Durst.

Dienstag ist  Wandertag.  Was, bei der Hitze, in dem Alter?

Und ob, wir werden schon eine Quelle finden, die uns Erfrischung verschafft.

Die Wanderrouten führten, was ja in unserer Gegend unschwer ist, meist durch Täler, Wälder oder  über luftige Höhen. Somit musste keine Tour ausfallen. Einkehrmöglichkeiten, um den Durst zu löschen, wurden ebenfalls gefunden. Sei es am Rauschbart in Horb, im Biergarten in Fluorn, im Seehotel in Hopfau, am Flugplatz in Winzeln, am See in Wittendorf, beim Tennenfest in 24 Höfe oder auch in der Landeshauptstadt.

Stuttgart, 06. Juni

Wieder einmal eine Tagestour.

09:00 Uhr Abfahrt in Leinstetten. 09:51 Uhr mit dem IC nach Stuttgart. Trotz Baugruben, Umwegen und Menschenströmen hat das Treffen mit Kamerad Peter aus Münster wie immer auf Anhieb geklappt. S-Bahn Station Feuersee. Traditionell wurde ein Fleischkäsweckle gekauft und genussvoll verzehrt. Fast hätte Helmut auch noch eine Schweinshaxe verspeist, aber die Aussicht auf ein Mittagessen schon eine Stunde später und vermutlich die Gedanken an Aloisia hielten ihn dann doch zurück. Mit dem Bus ging es hinauf in Stuttgarts Naherholungsgebiet. Auf den Spuren des Herzogs Carl Eugen ging es auf einem angenehmen Weg durch uralte Laubbaumbestände. Unglaubliche Baumriesen, teilweise kraftstrotzend, Jahrhunderte alt, daneben die abgebrochene Eiche, blattlos, verrottend. Natürliche Gegensätze. Hier jagten früher die Adligen, genossen ihre Privilegien und, und…
Am Bärenschlössle endlich die willkommene Einkehr. Zwei Tische waren reserviert und ruck-zuck standen Bier und eine Mahlzeit auf dem Tisch. War das herrlich. Im Freien, unterm Sonnenschirm, mit gut gelaunten Kameraden, am Dienstagnachmittag. Wanderer, Rentner, was willst du mehr? Nach dem Fototermin mit dem Bär am Bärenschlössle genoss man noch die Aussicht hinunter zum See. Von hier oben bekamen die Stuttgarter früher ihr Trinkwasser bis sie das Nass aus dem schwäbischen Meer entdeckten. Na ja. Gestärkt wanderte man weiter durch den idyllischen, schattenspendenden Wald hinüber zum Schloss Solitude. Beim Austritt aus dem Torbogen bot sich ein überwältigender Ausblick hinunter ins Tal. Kilometerweit schnurgerade bergab. Nun ja, weit unten das Ziel, weit unten die S-Bahnhaltestelle. Das war nochmals ein Kraftakt, aber er hat sich gelohnt. Drei Minuten auf der Wartebank, rein in die Bahn, raus aus der Bahn, rüber in den Schlossgarten, ran an die Theke. Radler, Radler, Radler……!
Am Hauptbahnhof noch ein Fischweckle, 30 Minuten Wartezeit, ab in den Zug. Einer fehlt, Paul fehlt. Warten auf Paul. Vergebens.
Bahnhof Horb. Warten auf den nächsten Zug. Er kommt. Und Paul? Freudestrahlend entspringt er dem mittleren Waggon. Ende gut – alles gut.

Freudenstadt,  07.  August

Wandern und Grillen.

Wobei Grillen das Wichtigere war, denn bei weit über 30 Grad Hitze sollten Rentner doch im Schatten bleiben. Hans und Peter hatten im Schrebergarten in Freudenstadt zum Grillfestle eingeladen. Als die Autos geparkt waren ging es los. Nein, nicht das Fest. Der lang ersehnte Regen setzte ein. Ausgerechnet jetzt, so hatte man sich das  nicht gewünscht. Nach wenigen Minuten war der Schauer vorbei, vorerst. Leichtes Donnergrollen in der Ferne. Macht nichts. Wanderführer Hans führte die Gruppe hinein in den Wald. Für eine kleine Runde hatte man sich gemeinsam entschieden. Wird schon gehen. Der nächste Schauer ergoss sich über die Wanderer. Blitze und Donner über den Tannenspitzen. Nachlassender Regen, Aufhellung. Diese Szenerie wiederholte sich ständig. Herr Lehrer hätte eigentlich wissen müssen, dass man unter diesen Bedingungen im Wald nichts verloren hat. Unverletzt aber triefend nass kam man  endlich an das Tor zum idyllischen Garten Eden (ist etwas übertrieben). Und dann ging es richtig los. Es schüttete wie aus Kübeln. Das Sonnensegel bot wenig Schutz, die Hütte wenig Platz und das Baumhaus ohne Ziegel hatte dem Regen auch nichts entgegen zu setzen. Abwarten. „Dort ein Lichtstreifen am Horizont.“ Tatsächlich, es war vorbei. Die Wolken verzogen sich und das Fest konnte beginnen. Heißer Kaffee, Kuchen, eisgekühltes Bier, Würste und Steaks, Kartoffelsalat, Tomatensalat, es fehlte an nichts. Toll gemacht von Hans und Peter. Dass ihre Frauen im Hintergrund mitgewirkt hatten, war nicht nur wegen der schönen Blumensträußchen auf den Tischen sichtbar. So ging wieder mal ein toller Nachmittag (trotz Regen) zu Ende. Die Schirme und Jacken waren wieder trocken und die meist schütteren, zumindest ergrauten (sofern noch vorhanden) Haare konnten wieder nach hinten gekämmt werden. Herzlichen Dank an die Organisatoren.

Eine Antwort auf „DienstagsWanderer. Sommer, Hitze, Durst.“

  1. Bitte das ganze zu Papier bringen für nachwachsende Generationen, um zu zeigen, dass ES DAMALS auch schon agile fitte ältere Herren gab, die vor nichts zurückschreckten – noch nicht einmal vor dem eigenen Alter, das man bei solchen gemeinsamen Unternehmungen total vergisst .
    Weiter so ohne Übertreibungen.

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