Oldies

Die Leinstetter Oldies

Historie

Die Gründung der Leinstetter Oldies geht auf eine „Schnapsidee“, im wahrsten Sinne des Wortes, bei der feuchtfröhlichen Feier am 12. Mai 1991 beim 55. Geburtstag unseres Bassisten Fridolin Rebholz , bekannt als Bass-Frieder, zurück.

Nach dem traditionellen Geburtstagsständchen saßen die Musiker in gemütlicher Runde in Frieder´s Schopf am Heimbach. Nach einige Bieren und Schorle vielleicht waren es auch Viertele und einer nicht zu unterschätzenden Anzahl an hochprozentigem Topinambur (Rossler aus Kalikutt) kamen die letzten verbliebenen Musiker, der sogenannte harte Kern, auf die glorreiche Idee, noch einige Stücke zu intonieren. In einer ziemlich unausgewogenen Besetzung von geschätzt sieben Mann –ausgewogen war nur der Alkoholpegel auf hohem Niveau- musizierte man so inbrünstig, dass manchem im wahrsten Sinne des Wortes Hören und Sehen verging. Das Paradestück, der Alte Kameraden Marsch, durfte natürlich nicht fehlen, der nach Meinung mancher Musiker nur in einer solchen Besetzung und in dem entsprechenden Zustand einfach saugut klingt.

Trotz der fortgeschrittenen Stunde und der Hochstimmung kamen letztlich doch einige schwache Zweifel an der musikalischen Qualität auf, saugut war doch tatsächlich nicht m mehr allen gut genug. Unser Musikkamerad Otto weilte an diesem Abend wegen Krankheit nicht unter uns, aber er konnte uns bei sich zu Hause am offenen Fenster sehr gut hören. Sein späterer Kommentar: Es hörte sich grässlich an. Dies soll nicht weiter kommentiert werden, vielleicht lag es ja an der Windrichtung oder gar an seiner Krankheit? Auf jeden Fall kam man auf die geniale Idee, im kleinen trinkfesten Kreis mal ein paar zusätzliche Proben zu machen, damit man bei hochlöblichen Anlässen wie an Geburtstagen oder ähnlichen Anlässen so aufspielen könne, dass die Musiker ihr Wohlgefallen daran finden und die Gäste die vorgetragenen Stücke möglichst erkennen können.

Gründungsversammlung

So wurde das Trinkgelage kurzerhand zur Versammlung erhoben und den anwesenden Musikern folgende Funktionen und Ämter übertragen:

Vorstand: Hartwig
Protokollchef: Frieder
Management: Dr. com. Bernhard
Schatzmeister: Rolf
1. Beigeordneter und
Jugendleiter (35-50 Jahre): Edmund Humoristin: Brunhilde
Musikalischer Leiter: Alfred Mäder, Laufener Wein

Dies wurde als Satzung anno Domini 12.05.1991 Rentnerband Leinstetten mangels eines Flipcharts auf einem ausgedienten nicht mehr ganz weißen Bettleintuch von Frieder schriftlich festgehalten. Dieses einmalige Dokument ist übrigens bis heute in seinem Originalzustand erhalten und ist hier am Pavillon ausgestellt.
Als Jungmusiker waren Richard, Ewald und Peter anwesend.

Rentnerband

Das war also die hochgeistige Geburtsstunde der damaligen „Rentnerband“. Wie dieser Name zustande kam, lässt sich heute nicht mehr ganz zweifelsfrei klären, zumal zu diesem historisch bedeutenden Zeitpunkt keiner der “Mitbegründer“ im Rentenalter war. Es lässt sich lediglich vermuten, dass durch die Anwesenheit von ehemaligen Musikern, die bei der aktiven Kapelle bereits musikalisch in den Ruhestand getreten sind, dieser Name gewählt wurde.

Von der launischen und nicht bierernst gemeinten Gründung gab es über circa fünf Jahre hinweg immer wieder mal zaghafte Versuche Proben abzuhalten. Allerdings fanden sich selten mehr als 5 – 6 Musiker ein, sodass an eine ernsthafte Probenarbeit nicht zu denken war. Es wurden meist ein paar Stücke mehr schlecht als recht gespielt, was mehr zur Rechtfertigung für den anschließenden Einkehrschwung diente.

Bei Frieder´s 59. Geburtstag saß man bei ihm im Wohnzimmer und gelobte, dass man bis zu seinem 60. Geburtstag eine spielfähige Besetzung präsentieren werde. Also ließ man nicht locker und letztlich fanden sich doch 10-11 Musiker zusammen, die sich mit Schwung und Elan an eine regelmäßige Probenarbeit, einmal im Monat, heranwagten Ein erstes Repertoire wurde zusammengestellt und eingeübt und auch bereits die ersten öffentlichen Auftritte geplant. Zum ersten Mal wurde dann tatsächlich beim 60. Geburtstag von Frieder aufgespielt.
Das war vor nunmehr 20 Jahren der eigentliche musikalische Start der damaligen „Rentnerband“ unter der musikalischen Leitung von Otto Rebholz .

Erste Auftritte in der Öffentlichkeit

Ursprünglich galt die Prämisse, bei runden und halbrunden Geburtstagen der Musiker zu spielen und die örtlichen Wirte sollten Anspruch auf einen Termin im Jahr haben, der mit der entsprechenden Verköstigung abgegolten war. So wurde überwiegend bei den Geburtstagen der Aktiven und bei verschiedenen kleineren Anlässen wie Schlachtplatte etc. in den Lokalitäten aufgespielt. Daraus entwickelte sich später als ständig wiederkehrende Veranstaltung der Haxenabend im Biergarten der „Schloßbrücke“, bei dem nunmehr seit über 15 Jahren aufgespielt wird.

Die musikalische Qualität wurde stetig besser und die Musiker wollten sich nun auch einem breiteren Publikum präsentieren. Das Angebot von der Firma bb-Reisen an mehrtägigen Musikreisen teilzunehmen war ein absoluter Glücksfall für die Musikgruppe. So konnte man mit den Ausfahrten zu immer wieder tollen Reisezielen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen bekamen wir einen perfekt organsierten Ausflug zu mehr als günstigen Konditionen geboten und zum anderen gab es mit den Reisegästen ein großes und dankbares Publikum, war man doch stets mit zwei oder gar drei Bussen unterwegs. Es gab viele außergewöhnliche Auftrittsmöglichkeiten und tolle Locations, an denen sich die oldies präsentieren konnten.

Die Oldies

Der präsentierte Musikstil fand ein stetig wachsendes Publikumsinteresse und die Zahl der Auftritte mehrten sich. Bei den verschiedensten Anlässen, wie Feuerwehr- und Dorffesten, Kirbe etc. wurde nun im Ort und in der näheren Umgebung aufgespielt. Dadurch ergab sich, dass nicht jeder Musiker bei jedem Auftritt anwesend sein konnte. Es wurden Aushilfen gesucht und gefunden. Durch die Freude an der Art der Musik und an der Musikgruppe selbst wurden aus Aushilfen ständige Mitspieler. Mit der gezielten Besetzung der Klarinetten gelang es die Formation zu komplettieren und so konnten wir sogar eine Musikerin hinzu gewinnen. 15 Mann haben jetzt endlich eine Frau.

Die Formation hat sich mit der aktuellen Besetzung gefunden. Der Spaß steht im Vordergrund ohne jedoch die musikalische Qualität zu vernachlässigen. Die Proben- im Winterhalbjahr zwei Mal, im Sommerhalbjahr einmal monatlich- sind überwiegend gut besucht und elementare Grundlage, um ein stetig wachsendes Publikum und eine große Fangemeinde ansprechend zu unterhalten. Unser größter Wunsch ist es, dass alle Musiker/-in noch lange gesund bleiben und weiterhin mit Lust und Begeisterung in unserer Gruppe musizieren können. Musik schafft Freude, so steht es auch am Musikpavillon geschrieben, Musik verbindet Menschen.
Zwei Aktive haben bereits das 80. Lebensjahr überschritten, was eindeutig beweist, Musik hält jung, auch die Leinstetter „Oldies“.

Aktuelle Besetzung

Silke Wruck – Klarinette, Saxophon
Herbert Woppert – Klarinette, Saxophon
Fritz Kopp – Trompete
Hartwig Bronner – Trompete
Hans-Georg Ruoff – Flügelhorn
Josef Rebholz – Flügelhorn, Gesang
Otto Rebholz – Flügelhorn, Gesang
Richard Günthner – Tenorhorn
Karl-Heinz Renz – Tenorhorn
Werner Breisinger – Tenorhorn
Peter Saile – Bariton
Ewald Günthner – Bariton
Fridolin Rebholz – Bass
Hans-Peter Günthner – Bass
Bernhard Saur – Horn
Albrecht Zahn – Posaune
Eugen Nikol – Schlagzeug

Musikalische Leitung: Fritz Kopp

Kontakt: Peter Saile
Telefon: 07455 – 776
Email: peter-saile@web.de