Musikalische Weltreise ein voller Erfolg

„Musik ist die einzige Sprache der Welt, die jeder versteht“ – mit diesen Worten begrüßte Julia Bronner, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit des Musikvereins, Ehrenmitglieder, Vorstände der Vereine und viele Gäste zum diesjährigen Jahreskonzert unter dem Motto „musikalische Reise um die Welt“.

Auch gesanglich konnten die Musiker überzeugen. Hier zur neuen Eigenkomposition von Patrick Bronner „Leinstetter Polka“

Konzertdebüt der neu gegründeten Bläserklasse

Zu Beginn des Konzertes durfte die neue Bläserklasse der Grundschule ihre ersten Musikstücke präsentieren. Sandra Rebholz als Dirigentin und Betreuerin der Schüler wies darauf hin, dass die Bläserklasse, bestehend aus neun Kindern der Klassen 1 bis 4, in Kooperation der Schule mit dem Musikverein entstanden ist.

Die neue Bläserklasse der Grundschule unter der Leitung von Sandra Rebholz

Etwas aufgeregt, aber voller Eifer spielten die Kinder zwei Stücke: „Die fantastische Fünf“ und einen Auszug aus „Freude schöner Götterfunken“, den Musiklehrer Laslo Papesch für seine Schüler umgeschrieben hatte.

Mit großem Beifall belohnte das Publikum die Kinder für ihre Mühe.

Abflug vom Stuttgarter Flughafen über Berlin nach Hamburg

Nach kurzem Einstimmen der Instrumente ging es mit der Musikkapelle auf die Reise. Jule Schäfer und Sarah Günthner kündigten als Flugbegleiterinnen die Ziele an und empfahlen den Zuhörern, die Sitze zurückzuklappen und entspannt zuzuhören. Schwungvoll starteten die Musiker, unter Leitung ihres Dirigenten Patrick Bronner, zu ihrem ersten Ziel, das mit dem Marsch „Berliner Luft“ von Paul Lincke, schnell zu erraten war. Weiter ging es an die Küste, und das mitreißende Medley „Santiano“ entführte die Zuhörer in die Welt der Piraten. In den Vereinigten Staaten von Amerika begegnen die Musiker einer unglaublichen Geschichte, die von einem nicht zu hellen, aber gutherzigen Mann erzählt. Die „Forrest Gump Suite“ erzeugte Gänsehaut.

Weiter ging es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit Glenn Miller, Inbegriff der Swing-Musik, die von den Musikern in einem Medley brillant zu Gehör gebracht wurden. Dabei zeigten ganz besonders die Solisten Nathalie Schäfer (Saxofon), Andreas Bronner (Trompete), Sandra Rebholz (Klarinette) und Dirigent Patrick Bronner (Trompete) ihr Können. Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das begeisterte Publikum bei den Musikern.

Ehrungen und Vorstellung der neuen Uniform

Nach der Pause mit Ehrungen langjähriger Mitglieder, stellte Bronner die neue Uniform der Musikkapelle vor. Es war Zeit für Neues, sagte sie. Die alte Uniform wurde 1981 angefertigt, und mit einer blau melierten Jacke, einer weinroten Weste und dunkelblauer Krawatte zeigten sich die Musiker nunmehr im neuen „Gewand“.

Julia Bronner und Verena Günthner nahmen in der Zwischenpause die Ehrungen vor und bedankten sich bei allen, die zum Gelingen des Konzerts beigetragen hatten. Ein Dankeschön für seine lange Tätigkeit im Verein ging an Peter Saile und Hans-Peter Günthner, die sich aus dem Vereinsleben zurückgezogen haben. Für zehn Jahre aktive Tätigkeit wurden Julia Bronner, für 20 Jahre Verena Gütnhner, Christiane Zürn und Daniel Fiedler geehrt. Seit 30 Jahren sind Manuela Günthner und Gregor Bronner und seit 60 Jahre Edmund Günthner und Eugen Nikol im Verein aktiv. Alle erhielten eine Urkunde und die Ehrennadel des Blasmusikverbands Baden-Württemberg.

60 Jahre in einem Verein aktiv zu sein, ist eine große Seltenheit. So können Edmund Günthner und Eugen Nikol auf eine lange Mitgliedschaft im Musikverein „Gut Klang“ Leinstetten zurück blicken. Julia Bronner und Verena Günthner, beide im Vorstand des Vereins tätig, hielten Rückblick auf diese lange Zugehörigkeit.

Die Jubilare Edmund Günthner und Eugen Nikol

Edmund Günthner und Eugen Nikol haben rund 3000 Proben absolviert und an mindestens 60 Jahreskonzerten und vielen anderen Auftritten teilgenommen. Edmund Günthner ist seit 1958 aktiv im Musikverein. Dabei hatte er viele Ämter zum Wohle des Vereins übernommen. Er war im Ausschuss, Kassierer, stellvertretender Vorsitzender und bis zum heutigen Tag ein zuverlässiger Kassenprüfer. Dazu sei er ein vorbildlicher Musiker und steht vor allem den jungen Musikern mit Rat und Tat zur Seite. Bei allen Arbeitsdiensten sei er dabei, und seine Aufgaben erfülle er pflichtbewusst, hieß es in der Laudatio. Er sei ein akribischer Kassenprüfer, dem nichts entgehe. Der Verein sei Günthner zu großem Dank verpflichtet, dabei mache ihn seine bescheidene Art zu etwas Besonderem.

Eugen Nikol sei ein „Allrounder“ im Schlagzeug-Register. Seit 1958 ist er ebenfalls aktiv im Verein und spielte bis 1985 Klarinette. Danach wechselte er zum Schlagzeug. Die „Jungspunde“ am Schlagzeug habe er unter seine Fittiche genommen und sei damit eine große Stütze des Vereins. Nikol sei immer zu einem „Späßle“ aufgelegt. Es gebe dabei eine kleine Geschichte: Bei einem Probenwochenende habe er die Musiker im Handwerkerbussle auf Brotkörben sitzend, herumkutschiert und sei dann in eine Polizeikontrolle geraten. Wie die ausging, ließen die Laudatorinnen offen. Auch Nikol habe verschiedene Ämter inne gehabt und sei unter anderem mehrere Jahre Schriftführer und Beisitzer im Ausschuss gewesen.

Beide Musiker erhielten vom Kreisverband Baden-Württemberg und im Namen des Musikvereins Leinstetten die Ehrennadel in Gold mit Diamand und Ehrenurkunde. Bronner und Günthner überreichten außerdem ein Geschenk des Musikvereins. Großer Beifall seitens der Musikerkollegen und des Publikums zeigten die Hochachtung für diese Leistung.

Krönender Abschluss mit „Leinstetter Polka“

Frederik Haibt und Vincent Bronner führten die Zuhörer anschließend weiter durch das Programm und stimmten auf die kommenden Musikstücke ein. Mit „Sands of the Sahara“ entführten die Musiker in die Weite der Wüste und brachten die Landschaft Nordafrikas zum Ausdruck. Fröhlich und manchmal melancholisch erklang der „Russian Waltz“ von Pavel Standek. Der „Glacier Express“ von Larry Neeck zeigte musikalisch den Weg durch die Alpenwelt. Zum Schluss ging es in das charmante Salzkammergut, und die Zuhörer wurden von Melodien aus dem „Weißen Rössl“ verzaubert. Auch hier brillierten die Solisten Moritz Günthner, Sandra Rebholz, Damaris Müller und Joscha Weihing mit eindrucksvollen Soli.

Mit „Standing Ovations“ bedankte sich das begeisterte Publikum für die tolle Leistung der Musiker mit ihrem Dirigenten Patrick Bronner. Dieser bedankte sich zugleich bei seinen Musikern für ihre Mühe. Dabei brachte er zum Ausdruck, dass es immer sein Kindheitstraum gewesen sei, Dirigent zu werden, und er glücklich sei, dass er sich diesen Traum erfüllen konnte. Zugabe und Überraschung zugleich war seine Eigenkomposition die „Leinstetter Polka“. Mit Hilfe von Joshua Beuter hatte er dieses Musikstück komponiert und führte es nun erstmals vor Publikum auf.

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