Rückblick: Genusswanderung auf dem Bänkleweg

Bänklefest in freier Natur ein voller Erfolg

Der Frühling steht vor der Tür (man mag es kaum glauben nach dem heutigen Schneefall) – viele Leute verspüren den Drang nach Frische, Luft, Natur und Bewegung.

So war es auch am vergangenen Sonntag bei der Genusswanderung auf dem erweiterten Bänkleweg. Die Bürgerwerkstatt hatte eingeladen und mehr als zahlreich war der Zuspruch und die Teilnahme aus der Bevölkerung.

„So viele Leute seien noch nie auf dem Parkplatz der Schloßbrücke gestanden“, meinte Tom am Morgen. Dies hat er dann auch in der Anzahl der Wawus am Nachmittag gemerkt.
Wawu – wer das noch nicht kennt muss hier unbedingt weiterlesen.

Lesenswert auch der Bericht von Ursel Gukelberger im Schwabo

Ideales Wetter, abwechslungsreiche Wege „Nuff ond Nab“, unterwegs hier und da Zeichen des beginnenden Frühlings: bestimmt werden die Wanderer – mehr als 100 an der Zahl – auf ihrem Weg rund um Leinstetten und Bettenhausen so gedacht und gefühlt haben. Nach einer kurzen Begrüßung durch Evi Bronner nahm die Gruppe den ersten Abschnitt ins Visier – die Schloßwiesenstrasse hinaus, den Sägewald durch den Hohlweg hoch, und auf dem Panorama-Abschnitt weiter zu Sir’s Bänkle im Buch.

Bei Kaffee, Obstsalat und Zopf und herrlicher Aussicht war der erste Anstieg schnell vergessen. Jeder konnte sich reichlich bedienen, und so blieben viele an dieser Station, genossen Ausblick und Bewirtung und vergasen teilweise den noch zu bewältigenden Weg, während andere bereits den Weitermarsch antraten.

Die Strecke war ja bekannt, gut ausgeschildert und eine Wanderkarte hatte auch jeder dabei. Denn diese enthielt die Stempelkarte, mit der man einen kostenlosen Wanderwurstsalat – kurz Wawu – in der Schloßbrücke bekommen konnte. Vorausgesetzt man ließ einen Stempelaufdruck anbringen. Deshalb war dann auch der Andrang zum Abstempeln genauso groß wie zu Kaffee, Zopf und Obst.

Die Weiterweg führte zum Schloßbrückenbänkle, dort wurde ein Blick durchs Fernrohr geworfen. Manch einer konnte vielleicht sehen, wie Tom und Conny emsig den Wawu vorbereiteten.

Der nächste Halt war an der Ruine, wo es wieder die Möglichkeit zur Stärkung gab. Diesmal mehr in flüssiger Form, vor allem hochprozentig. Die Schloß- und Burgherren hatten einen Schloßbrand gespendet, der reichlich Zuspruch fand. Die herrliche Burganlage sowie der Ausblick ins Tal ließen manchen länger als erwartet an diesem Platz verweilen. Dadurch teilte sich die Wandergruppe mehr und mehr in kleinere Grüppchen auf, die jeweils von einem eigenen Wanderführer geleitet wurden.

Weiter ging es ins Tal, und dann am alten Stausee entlang nach Bettenhausen. Teilweise war der Weg durch Forstarbeiten und auch einen Erdrutsch aufgewühlt, aber gutes Schuhwerk und gute Laune ließen diesen kurzen Abschnitt schnell hinter sich.

Der alte Stausee ist sicher eine Attraktion. Unterschiedlich sind die Meinungen, was hierbei attraktiv bedeutet. Die Natur erobert sich das Land zurück, aber natürlich wird auch allerlei Material durch die Glatt angeschwemmt, was eben dann im niedrigen Gewässer liegen bleibt. Ob dies weggeräumt gehört ist eine Frage für sich. Dem Biber gefällt es jedenfalls hier. Einige Staudämme sind schon zu sehen. Sofern auch dies nicht überhandnimmt, wird sich in einiger Zeit das Biotop zu einem kleinen Naturpark entwickeln.

Das alte E-Werk ist das nächste Unikat auf diesem Weg. In dem 100 Jahre alten Bauwerk sind noch alte Generatoren zu bestaunen. Vorausgesetzt die Türen sind offen, was die EnBW ab und zu anbietet.

In Bettenhausen angekommen fand jede Wandergruppe schnell die Beschilderung und so ging es zuerst den Riesensteig hoch, um dann auf halber Höhe am Hang oberhalb der Villa und ehemals Gasthaus Hirsch auf einem kleinen Pfad zum Riesen zu gelangen.
Die Bürgerwerkstatt hat diesen Weg neu angelegt und trittsicher bearbeitet, weshalb dann auch jeder sicheren Fußes den steilen Hang bezwang, und gleichzeitig noch eine ungewohnte Aussicht auf Bettenhausen genießen konnte.

Die Bewirtung an der 3. Station rund um Fam. Reichl wusste natürlich schon im Voraus, welcher Ansturm zu erwarten war. Eiligst hatte das Team, zusammen mit den Bürgerwerkstättlern, die Burger und Wurst Theke zu einem professionellen Ausschank umgearbeitet. Die ersten ankommenden Gäste waren dann von der Station höchst erstaunt und erfreuten sich der schnellen Ausgabe von Getränke und Essen.

Der reibungslose Ablauf wurde allseits begrüßt und lobenswert erwähnt. An allen 4 Stationen war dies der Fall, ein herzliches Dankeschön an die Organisation wurde immer wieder ausgesprochen.

Viele Tische luden zu einem langen Verweilen ein. Ebenso die schöne Aussicht übers Tal hinweg, was ja ein Hauptgrund für Helmuts Bänkle an dieser Stelle ist. Natürlich haben auch viele Nicht-Wanderer die Gelegenheit genutzt und einen Abstecher ins Gries gemacht. Mehr als 250 Essen wurden ausgegeben, eine vorher kaum erwartete Menge. Trotzdem wurde jeder satt, denn die Bürgerwerkstatt hatte gut vorgesorgt.

Der weitere Wegverlauf führte durch neues Terrain, welches bisher wohl kaum jemand von den Teilnehmern durchlaufen hatte. Nach dem Abstieg durchs Dorf ging es hinter „Andres Schuppen“ wieder hoch – Nuff ond Nab also – über Leni’s Halde, die von Ali Fehr bewirtschaftet wird, hinauf zu Legler’s Kreuz. Auch dieses Stück wurde von der Bürgerwerkstatt etwas bearbeitet, und so konnte der zukünftige Premiumweg problemlos begangen werden. Ali hatte die Weide geöffnet, die Schafen und Ziegen waren woanders, und nur die kleinen am Boden verstreuten Bällchen ließen ahnen, wer hier sonst noch rum läuft.

An Legler’s Kreuz erwartete die Wanderer wiederum eine herrliche Talsicht, und eine weitere Möglichkeit zu verweilen, Kaffee und Kuchen und allerlei Getränk zu genießen, und sich einfach nur an der Natur zu erfreuen.

Viele Tische und eine weitere umfangreiche Ausgabetheke ließen keinen Wunsch offen, sodass auch hier eine stattliche Zahl von Gästen begrüßt und bedient werden konnte.

Der Abschluss war – wie schon angedeutet – in der Schloßbrücke beim Wawu. Da sich die Wanderschar auf dem langen Weg doch etwas verstreute, waren die ersten bereits kurz nach zwei Uhr zum Empfang des kostenlosen Wurstsalates in der Schloßbrücke erschienen. Und die Gaststube war dann auch bis abends randvoll, weshalb Toms Aussage zu Beginn nun in den Satz mündete:  „So viele Gäste hatten wir auch noch nie in der Schloßbrücke“.

Dies war an den ausgegeben Wawus dokumentiert. Weit über 100 wurden in der Küche gemacht, Conny und die Helfer hatten alle Hände voll zu tun.

Ein herzliches Dankeschön nochmals an alle freiwilligen Helfer, die zu dem Gelingen des Bänklefestes beigetragen haben. Vor allem auch an die Schloßbrücke mit dem kostenlosen Wawu, der wie eine Magnet wirkte. Ebenso ein Dankeschön an die Spenden von Kaffee und Gebäck, Obstsalat und Schloßbrand. Was wäre ein Fest ohne Gäste. Dankeschön an alle die gekommen und mitgelaufen sind, oder einfach nur die Möglichkeit zum Verweilen in freier Natur genossen haben. Super auch dass dies ohne ein Dach über dem Kopf möglich war.

Wanderkarte zum Bänklefest

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