Ein herrlicher Nachmittag im Schwarzwald

Alles hat  gepasst. Schönes Wetter, genügend Fahrer, wanderwütige Rentner und ein engagierter Wanderführer. So fuhr man gut gelaunt über die Schwarzwaldhochstraße zum Seibelseckle.

Tourenleiter Hans begrüßte die Gruppe und informierte auch kurz über die Lage dieses Parkplatzes. Im Winter ein sehr beliebter Ski-Abfahrtshang und ein idealer Ausgangspunkt für Langläufer. Im Sommer tummeln sich hier die Wanderer, die auf dem Westweg unterwegs sind, die Hotelgäste aus Hinterlangenbach und natürlich die Leinstetter Rentner, die eine Rundwanderung zur Hornisgrinde geplant hatten. Kleine Seitenhiebe zu rebholzigen Extraschleifen konnten sich einige nicht verkneifen. Los ging’s. Rein in den Wald und auch sofort steil bergan.

Vorne zwei Kameraden, (welche wohl) deren Waden an das bekannte Lied   „Meine gigaschlanken Wadln san a Wahnsinn für die Madl,  a Wunder der Natur.“ Na gut, meine waren es nicht.

Eine breite Steige, ein tropfendes Rinnsal, vom Schneedruck abgebrochene Gipfel, umgekippte Bäume, Nationalpark in allen Facetten. Ja und dann gab es Heidelbeeren, am Wegesrand, in Hüfthöhe, extra für rückengeschädigte Rentner. Beerenpflückverbot hin oder her, die köstlichen Blaubeeren waren ein Genuss.

Die Steige wurde zum Pfad. Dürre, abgestorbene Tannen ragten in den azurblauen Himmel. Ein Fingerzeig, ein Mahnmal? Was wird aus dem Nationalpark werden?

Betrachtete man die unzähligen Wanderer, die sich hier in der Natur Erholung und Bewegung gönnen,  die sich eine kleine Auszeit vom Alltagsstress nehmen, es kann so falsch nicht sein. Nach diesem herrlichen Aufstieg, auf dem Bruno wie früher den anderen weit voraus war, wurde der Dreifürstenstein erreicht.

Der Dreifürstenstein gliedert sich in zwei prachtvolle Buntsandsteinplatten. Auf der etwas größeren Steinplatte wurde im Jahr 1722 die Grenzen zwischen der Markgrafschaft Baden, dem Herzogtum Württemberg und dem Fürstbistum Straßburg festgelegt. Der Stein markiert gleichzeitig den höchsten Punkt Württembergs. Der Weiterweg war eindeutig zu erkennen. Führt er nun nach Westen oder? Die Diskussion war beendet, bevor sie begonnen hatte.

Paul, Bruno und Hemme zückten ihre Kompasse und tatsächlich, die roten Pfeile zeigten alle nach Norden. Erholsam schlenderten die verschwitzten Kameraden hinüber zur Hornisgrinde. Grinde, weil es ein kahler, spärlich bewachsener Buckel (Grind) ist. Schaut man über die Häupter der DienstagsWanderer, sind durchaus auch einige Grinde zu erkennen. Nach wenigen Minuten waren der Aussichtsturm und das eigentliche Ziel, die Grindenhütte, erreicht.

Ein atemberaubender Platz, geschichtsträchtig, grandios. Die Aussicht hinaus ins Badener Land, ins Rheintal, zu den Vogesen, traumhaft. Nach der Einkehr wurde in kleinen Gruppen entweder der Turm bestiegen oder durch das Moor gewandert.

Der Abstieg über den Westweg, vorbei am Mummelsee und zurück zum Seibelseckle war nochmals ein Hochgenuss für die Wanderer. Ein Stehbierle an der Rasthütte gab es leider nicht. Mit einem herzlichen Dankeschön an Hans wurde ein rundum gelungener Nachmittag beendet.

 

2 Antworten auf „Ein herrlicher Nachmittag im Schwarzwald“

  1. Hallo Gerhard
    Du bist einfach einmalig in deiner Berichterstattung auf der Hompage
    Das kann man leider nicht lernen.
    Vielen Dank mach weiter so.
    Macht einfach unendlich Spaß.

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