Der Schäfer mit seiner Herde.

Dienstag, 27. August 2019

Die Dienstagswanderung wird zum „Schäfer“- Lauf.

Ein Fest auf dem Brachfeld, darauf hatte man sich schon lange gefreut. Am Dienstagnachmittag. Es gab keine Diskussion, nichts wie hin. Um bloß nicht zu spät zu kommen, wurde ein Bettenhausener Wanderführer mit der Wegführung betraut. Franz hatte sich gewissenhaft vorbereitet.

Unterstützend war Gotthard noch an seiner Seite und damit der Anstieg durch den Spaltberg mühelos bewältigt werden konnte, gab es bei Karl ein Fläschchen Startpilot.

Fast war man geneigt, hier am Bächle sitzen zu bleiben, im Schatten, einfach die Seele baumeln lassen. Aber nein, der Wanderführer scharrte bereits mit den Hufen. So ging es hinaus aus dem schwülen Schneckenkessel und bald hinein in den Wald. Im Labyrinth der Waldwege schraubte sich die 16 köpfige Seniorengruppe bergwärts. Vorbei an der ehemaligen Pflanzenschule, dem Grünguthof und einem verlassenen Bauernhof konnte man entspannt dahin wandern. Ob im Wald oder auf der direkten Linie zum Fest, das war schnell entschieden. Direktissimo – warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Festzelt doch so nah. Leider war der Feldweg bald zu Ende, doch ein frisch gemähtes Kleefeld bot sich für den Weiterweg an. Klar, dass unterschiedliche, spöttische Bemerkungen nicht ausblieben. Erst recht nicht, als man plötzlich auf einem Stoppelacker unterwegs war. So wurde eine nette Wanderung unversehens zum „Schäfer“- Lauf“. Auch das wurde gelassen hingenommen, sah man doch bereits die Sonnenschirme am Festplatz. Junge hübsche Bedienungen, schick bekleidet, standen bereit. Frohgelaunt verbrachte man ein paar schöne Stunden bei Bier, Bratwurst und Wurstsalat.

Oder auch beides. Walter aß eine Rote und ließ sich dann für den späten Hunger einen Wurstsalat reservieren. Vermutlich hat er, weil seine Frau bei der Arbeit war, kein Mittagessen bekommen oder es war aus Sympathie zum Brachfeld, auf dem er früher seine Ferien verbrachte. „Bis die Tage“ hieß es dann und der größte Teil der DienstagsWanderer machte sich auf den Heimweg.

Nach dem Höhenweg mit herrlicher Aussicht ging es an den steilen Hängen des Glatttales eine schlecht gepflegte Steige hinunter. Brennnesseln und Zecken machten den Männern Beine. Und was für welche?

Okay, für manche Beine wären lange Hosen vorteilhafter!

Ach ja, dann war da noch die Cabriofahrt. Hans-Dieter war, wie einst als pubertierender Fußballstar (auf dem Wadenbild unschwer zu erkennen) mit dem Sportwagen seines Schwiegersohnes unterwegs. Vier Mann im Cabrio auf der Fahrt von Bettenhausen nach Leinstetten, das war kein Vergnügen. Des  Beifahrers schüttere Haarpracht war danach allerdings vom Fahrtwind flott nach hinten gekämmt.

Vom Winde verweht- der blanke Wahnsinn.

Ein letztes Gläschen Wein am Dorfbrunnen und ein erlebnisreicher Nachmittag war zu Ende.

2 Antworten auf „Der Schäfer mit seiner Herde.“

  1. Sooooooooo tolle Männerbeine, hoffentlich wurden
    sie nicht von Zecken verunziert. Wie immer ein anschaulicher
    Bericht, lieber Gerhard.
    Liebe Grüße vom Oberdorf!!!!!!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.