Ein weiteres Mal in der Landeshauptstadt.

Dienstag, 08. Oktober 2019

Wanderung durch  das Feuerbachtal.

Nachdem man letzte Woche in die Geburtstagsfeier des weitbekannten Mettstetters Walter geplatzt war, überraschend,  aber trotzdem herzlich aufgenommen und zum Umtrunk eingeladen, wollte man diese Woche noch einen draufsetzen.

Leider, leider ließ sich Winfried nicht blicken, ohne sich zu entschuldigen, einfach nicht da.  Aber eine andere Kapazität, das Stuttgarter DienstagsWanderer-Mitglied Peter, stand bereits am Hauptbahnhof, als sich die Leinstetter Rentnerlawine aus dem IC ergoss.

Per Handschlag wurde jeder begrüßt. Sollen sich doch Winfried und Fritz ein Beispiel nehmen. Zielsicher wurde auf die Rolltreppe zugesteuert,  Rentner dürfen das, und runter ging’s zum Küblermetzger. Schlangestehen für ein Fleischkäs- oder Frigadellenweckle. Weiter zur S-Bahn und flugs war man in Zuffenhausen am Kelterplatz. Klar, dass da schon morgens die Gedanken in Richtung Viertele entgleisten. Aber sonst noch was. Durch das dörfliche Zuffenhausen ging es am Feuerbach entlang. Bach ist schon gewaltig übertrieben. Lothar meinte, da brauchen wir uns wegen unserem Heimbach nicht mehr zu schämen. Stimmt. Irgendwo zwischen den Hecken und Sträuchern, unter mächtigen Erlen versteckt, plätscherte ein Rinnsal dahin. Trotzdem staunten die Wanderer über die unerwartet schöne Landschaft.

Wie eine Barriere stand das Viadukt des Schusterbähnle im Tal. Schusterbähnle, weil mit ihm die Arbeiter aus der Gegend nach Kornwestheim fuhren, um die berühmten Salamanderschuhe zu schustern. War es früher eine Freude, als man nach dem Schuhkauf im Heftle las: Und lange schallts im Walde noch, Salamander lebe hoch.

Man streifte Zazenhausen/ Mühlhausen und  wanderte durch das Naturschutzgebiet „Unteres Feuerbachtal“. Hangwälder, Trockenwiesen und Biotope, Kleingärten, Obstbäume und Walnussbäume, kaum zu glauben, dass man im Großraum Stuttgart unterwegs war.

Das Bett des Feuerbachs glich streckenweise schon den oben genannten Trockenwiesen. Ähnlich sah es auch in den Kehlen mancher Wanderer aus. Die Hilfeschreie wurden erhört und in Hofen besuchte man eine Bäckerei mit traditionellem Cafe. Hoffentlich gibt’s nicht nur Kaffee? Es gab alles, Kaffee, leckeren Kuchen, Radler, Schorle, eine nette Chefin, eine noch nettere Bedienung. Sie blieb keine Antwort schuldig, auch nicht im Dialog mit Hermann und das will was heißen. „Kommt auch mal wieder“.

Gerne. Es wurden zwei Kreuzungen überquert, ein Stück am Max-Eyth-See entlang gewandert und per Bahn zum Schloßplatz gefahren. Vorbei war’s mit Natur und Idylle. Menschenmassen strömten die Königsstraße rauf und runter, in die Geschäfte hetzend, Döner oder Fischweckle verzehrend, rumhängend. Peter führte die Gruppe zum Schönbuch Brauhaus. Das Ur-Bier schmeckte herrlich, der vegetarische Wurstsalat von Fritz, also schwäbischer ohne Schwarzwurst und ohne Zwiebeln, auch. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es mit dem Regio wieder zurück nach Horb. Wieder ein gelungener Rentnertag, der sich wie ein Sonntag anfühlte.

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