„So habe ich mir das nicht vorgestellt“.

Dienstag, 05. November 2019

Besichtigung des Wasserwerks „Kleine Kinzig“.

Ja, da waren viele überrascht. Kleine Kinzig. Der Staudamm, der Stausee, für jeden ein Begriff, aber was dahinter, beziehungsweise darunter steckt, das wussten die meisten DienstagsWanderer nicht.

Mit 19 Rentnern war man angereist, durfte die Schranke passieren und direkt am Wasserwerk parken. Martin Heinzelmann begrüßte die Gruppe und zeigte zur Einführung einen informativen Film. Dabei konnte man schon darüber staunen, was von der einzigen reinen Trinkwassertalsperre in Baden-Württemberg geleistet wird. Über ein ca. 220 km langes Rohrnetz werden die Verbandsmitglieder mit reinem Trinkwasser versorgt. Neben den interessierten Zuhörern/Zuschauern gab es auch einen, den die mollige Wärme im überfüllten Raum zum nachholen des verpassten Mittagsschlafes animierte. Oder war es die Erinnerung an Kinozeiten, in Sulz, im Centralkino, die ihn träumen ließ?

Martin Heinzelmann informiert.

Nachdem Herr Heinzelmann kompetent die ersten Fragen beantwortet hatte, ging es durch einen 300 m langen Stollen zum 75 m hohen Entnahmeturm in der Mitte des Stausees. Nun konnte man sich entscheiden, den Aufzug zu nehmen oder 351 Stufen hinaufzusteigen. Die wenigen Gebrechlichen, Bequemen oder Faulen ließen sich hochhiefen, der Rest schraubte sich immer schön an der Wand entlang nach oben.

351 Stufen, keuch, keuch.

Nach dem Gang durch den frostigen Stollen ein willkommenes Aufwärmprogramm. Belohnt wurde man mit einer tollen Aussicht zu den Ufern, zu den bunten Laubbäumen, die sich ringsum im Wasser spiegelten.

Eine fantastische Aussicht.

Immer wieder informierte Herr Heinzelmann über Details,  über die Rohrsysteme, beantwortete geduldig alle Fragen. Nach dem Gruppenfoto ging’s wieder abwärts und raus aus der Unterwelt.

Wieder im Hauptgebäude erfuhr man erstaunliches über die Aufbereitung des Wassers, die Reinigung, über Ozon, Chlor, über Filterung und vieles mehr bis man schlussendlich am letzten Wasserbecken das glasklare, reine Endprodukt bestaunen durfte. Nicht nur die 351 Stufen zum Turmplateau mussten erklommen werden, nein, permanent stapfte man während der Besichtigung Treppe rauf, Treppe runter und deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass sich langsam nach all dem Wasser, auch wenn es noch so reines Trinkwasser war, die Sehnsucht nach dem Bier mit dem berühmten Brauwasser, also doch Wasser, durchsetzte. Gell Richard. Mit einem herzlichen Dankeschön an Martin Heinzelmann, dem man bei seinen Erläuterungen deutlich anmerkte, dass er seinen Job nicht nur sehr kompetent, sondern auch mit Begeisterung und sehr viel Herzblut erledigt.

Gas geben war dann die Devise. Rauf durch das schöne Reinerzauer Tal, nach Schömberg und rein in das gemütliche Gasthaus zur Sonne.

In der gemütlichen Gaststube.

Der Kachelofen war angeheizt, frische Brezeln standen auf dem Tisch und eine nette Bedienung sorgte gekonnt dafür, dass endlich die Gedanken an Wasser verschwanden. Zum Wohl. Schön war’s.

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