Vortrag „Die Edlen von Leinstetten und Lichtenfels“ am vergangenen Samstag im Spitalsaal

Heimatgeschichte pur, so kann der Vortrag von Fritz Peter über die „Edlen von Leinstetten und von Lichtenfels im 11. bis 16. Jahrhundert beschrieben werden.

Viele interessierte Gäste, auch aus der weiteren Umgebung,  hatten sich zu dem in mühevoller Kleinarbeit vorbereiteten geschichtlichen Vortrag im Spitalsaal in Leinstetten eingefunden.

In seiner Vorrede betonte Fritz Peter, daß es wichtig wäre, sich der Geschichte des Heimatortes anzunehmen und daß man sie kennen lernt. Seine Recherchen gingen über fünf Staatsarchive, von Stuttgart über Ludwigsburg, Sigmaringen, Karlsruhe und Freiburg sowie das Archiv der Erzdiözese Freiburg. Im Staatsarchiv Sigmaringen fand er z.B. eine Darstellung des Dorfes aus dem Jahre 1705 in einer Karte mit Leinstetten, Schloss und Bettenhausen. Eine weitere Karte dieses Archivs zeigt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts die freie Pirsch an Neckar und Glatt mit den Herrschaftsgebieten, bei uns, Leinstetten mit Schloss, Ruine Lichtenfels, den Kaltenhof mit Galgen und bei Dürrenmettstetten den alten Wasserturm.

Ergänzt wurden die Recherchen durch Beschreibungen des Pfarrers Köhler aus Marschalkenzimmern sowie den Veröffentlichungen im 19. Jahrhundert über die Zollern und die von Hohenberg, denn die Edlen von Leinstetten waren wichtige Lehnsträger der Grafen von Hohenberg. Archivunterlagen wurden ihm auch von den Freiherren von Podewils zur Verfügung gestellt, die bis in das 14. Jahrhundert zurückgehen.

Gedanklich ging es nun wieder 1000 Jahre zurück, Fritz Peter hatte seinen Vortrag in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil ging er auf das Geschlecht der Edlen von Leinstetten mit ihrer Herrschaft als Hohenberger und später österreichischem Lehen mit der Persönlichkeit des Abtes Hugo von Leinstetten ein. Dieser war 18 Jahre Abt in Alpirsbach und besuchte das Konzil in Konstanz. Die Herren von Leinstetten waren Räte der damaligen Grafen von Württemberg und in vielen Funktionen als Vögte und Obervögte der Herren von Zimmern, auf deren Stammburg Herrenzimmern.

Um von vielen Ereignissen aus dieser Zeit einen wichtigen Teil herauszugreifen, sei die Schlacht von Leinstetten erwähnt. In die Lebenszeit von Hugo von Leinstetten fiel das große historisch wichtige Ereignis dieser Schlacht, bei der Graf Albrecht von Hohenberg am 17. April 1298 im Kampf gegen Herzog Otto von Baiern, den Tod fand. Es wird weiter angenommen, daß Ritter Hugo daran teilnahm.

Mit zugleich vielen bildlichen Darstellungen führte Fritz Peter die Besucher in eine Zeit mit vielen Umbrüchen, Kriegen und auch Elend für die Bevölkerung.

Ortsvorsteher Peter Saile bedankte sich bei Fritz Peter für diese geschichtliche Zeitreise  und für die Mühe, all diese Daten zu recherchieren. Die Geschichte von Leinstetten bleibt so für die Nachfahren erhalten. Baron Edwin von Podewils fand ebenfalls lobende Worte für diese wertvolle Arbeit, die einen immensen  Einblick über die Geschichte, in der Leinstetten eine große Rolle spielte, gewährt.

Evelyn Bronner bedankte sich im Namen der Bürgerwerkstatt bei Fritz Peter mit einem Geschenk und freute sich über den gelungenen Vortrag.

Mit Getränken und Häppchen, die von den Mitgliedern der Bürgerwerkstatt vorbereitet wurden, nutzten im Anschluss die Gäste die Möglichkeit, über all das Gehörte mit dem Referenten zu diskutieren.

Nach dem Vortrag konnte ein von Fritz Peter verfasstes Buch über Begebenheiten und Geschichte aus Leinstetten erworben werden.

Wegen großer Nachfrage wird der Vortrag im März des kommenden Jahres wiederholt.

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