Wanderung zum Türnentalsee.

Dienstag, 18. August 2020

Eine schöne Tour in Heimatnähe.

Eine Strecke im schattigen Wald, ohne große Höhenunterschiede, möglichst noch irgendwo mit einem Getränkedepot, langsam werden die Ansprüche der DienstagsWanderer zum Problem. Nun ja, in der Tourbeschreibung kann man ja viel versprechen, unterwegs heißt es dann durchhalten. Nach der Wanderung ins Freibad, nach Wittendorf zum See und letzte Woche zum Karle ins Schorrental, war diese Woche der Türnentalsee bei Fürnsal das Ziel.

16 Wanderer verließen Leinstetten über die Heimbachstraße und tauchten dann in den schattigen Sägewald mit seinen mächtigen Tannen ein. Optimales Wanderwetter, ein herrlicher Weg, ein wenig rauf, ein wenig runter. Tief unten war der Heimbach zu sehen. Dann der Heimbachhof, den man über einen schmalen Pfad erreichen könnte, aber es ging weiter auf dem Fahrweg. Eine mächtige, dürre Tanne bezeugte, dass das Waldsterben zwar bei flüchtigem Hinschauen vielleicht nicht so schlimm, aber in Wirklichkeit allgegenwärtig ist. Dies war auch offensichtlich, wenn man den Blick nach dem Verlassen des Waldes talwärts richtete und die Lücken sah, die die Waldarbeiter gerissen hatten. An Apfelbäumen vorbei, deren Äste unter der Last ihrer Früchte fast so laut stöhnten, wie Hermann, dem der Schweiß in Strömen den Rücken runter lief. Ein kleines Verschnauferle unter den Haselnusshecken tat dann allen gut und danach durfte man fast eben zum See hinüberschlendern.

Angenehm ging es dahin.

Fantastisch, wie die weißen Blüten der Teichrosen die Senioren anstrahlten. Jeder war versucht, seiner Frau eine mitzunehmen, aber vernünftigerweise ließ man sie dort, wo sie auch hingehören.

Eine Rose für die Frau!

Und sowieso, wer seiner Frau ohne Grund Blumen schenkt, der hat einen. Und da wollte man ja nichts aufkommen lassen. Die Sitzgelegenheiten rund um den See wurden gerne angenommen, nur mit der Bewirtung der Fischerhütte klappte es nicht.

So ein schöner Platz, aber leider nichts zu trinken.

Schade, aber Wasser aus dem Brunnentrog war auch nicht das, was sich der durstige Wanderer wünschte. So machte man sich auf den Rückweg, der sich dann doch etwas in die Länge zog. An der Bergstation der Fürnsaler Skiarena, von der tief unten im Tal die für die Rückfahrt bereitgestellten Autos zu sehen waren, gab es kein Halten mehr. Runter ging’s auf der Skipiste, mit kleinen Schwüngen, mit großen Schwarzwaldbreitspur Kurven, den Steilhang im Schuss nehmend und mit Schwung in den kurzen Gegenanstieg hinein. Die Waghalsigen schossen abseits der Piste, die Liftspur querend, talwärts. Ernst hatte so seine Probleme mit dem Stockeinsatz.

Abwärts auf der Skipiste.

Vielleicht gibt es im kommenden Winter die Möglichkeit, den Ernstfall zu üben.

„Drei zu mir ins Auto, dann fahr i zua“. Bruno war nicht mehr aufzuhalten. Ab zum Après-Ski in Onkel Tom’s Hütte. Hüttenwirt Hemme im Element. Es folgte Pleiten, Pech und Pannen. Hütte abgeschlossen, Tom am Bodensee. Anruf, wo ist der Schlüssel? Pech. Nach wenigen Krügen Bier war das Fass leer. Panne.  Der Hüttenwirt war mit dem vorschriftsmäßigen Anstechen leicht überfordert. Mit vereinten Kräften floss endlich der Gerstensaft wieder schäumend in die Gläser. Nichts stand einem gemütlichen Umtrunk mehr im Wege. Die Kameraden Peter und Hans spendierten zum 70ziger für jeden ein Getränk und für den Gähhunger wurden leckere Würstchen gegrillt. Brot und Senf dazu, hervorragend.

Ein Rentner-Wohlfühlplatz.

Ein junges Pilgerpaar wurde mit eingeladen, wurde überredet, in Leinstetten statt in Lossburg zu  nächtigen, was vor allem sie gerne annahm. Sieben gestandene Pilger gaben Ratschläge, erzählten von ihren Erlebnissen auf der Pilgertour und gaben ihnen ein “schöne Tour, bon voyage und buen camino” mit auf den Weg. Bestimmt werden auch sie diesen Nachmittag nicht vergessen. Herzlichen Dank an Hans, Peter und den Hüttenwirt Hemme. Alles war letztendlich perfekt.

 

 

Eine Antwort auf „Wanderung zum Türnentalsee.“

  1. Wie immer eine interessante Wanderung und mit Freude die Geschichte des Kommentators zu lesen. Weiter viel Spaß den Dienstagswanderern,
    Grüße von Uschi

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